Zauberwald am Hintersee
Zauberwald am Hintersee
Vor etwa 3.500 Jahren erschütterte eine besonders gewaltige Naturkatastrophe das oberhalb von Ramsau liegende Tal, als durch einen Bergrutsch etwa 15 Millionen Kubikmeter Gestein vom Hochkalter herabstürzten. Durch die Schuttmassen entstand ein großer Stausee, der heutige Hintersee.
Zusammen mit den felsigen Gipfelpanoramen der Gebirgsstöcken Hochkalter und Reiter Alpe besitzt der See heute ein geradezu bilderbuchhaftes Aussehen. Bereits im 19. Jahrhundert fühlten sich deshalb viele Künstler von der Schönheit der Landschaft angezogen. Es entstand im Gasthof Auzinger sogar so etwas wie eine Künstlerkolonie, weshalb der See auch den Namen Malerwinkel erhielt.
Die Spuren des Bergsturzes sind noch deutlich zu erkennen. Der gesamte Wald unterhalb des Sees besteht aus großen kreuz und quer liegenden Felsbrocken, durch die sich das Wasser einen neuen Weg ins Tal gesucht hat. Dank seines märchenhaften Aussehens wird der Wald auch Zauberwald genannt. Man könnte das Gebiet allerdings auch als Kletterwald bezeichnen, da die herumliegenden Felsbrocken irgendwie alle Kinder unverzüglich zum klettern animieren. Ein wunderschöner Wanderweg führt vom nahe liegenden Ramsau aus durch die tiefe Marxenklamm zum Zauberwald und dem Hintersee.
Der nur von wenigen Gasthöfen umgebene See, an dem es auch einen Bootsverleih gibt, ist außerdem ein idealer Ausgangspunkt zu Wanderungen und Erkundungen im Nationalpark Berchtesgaden. Von hier startet in den Sommermonaten sogar ein Nationalparkbus, der über die ansonsten gesperrte Hirschbichlstraße in das Hochgebirge fährt.




